Laura Stolte ist eine Sopranistin mit besonderer Affinität zur Alten Musik und zum Oratoriengesang. Ihre klare, ausdrucksstarke Stimme verbindet stilistische Präzision mit einem feinen Gespür für Klangfarben.
Bereits im Alter von sechs Jahren begann sie im Kinder- und Jugendchor der Oper Kiel zu singen, wo sie bis zu ihrem 16. Lebensjahr in zahlreichen Produktionen mitwirkte, darunter Turandot, La Bohème, Carmen, Hänsel und Gretel sowie Das Spielwerk und die Prinzessin (Franz Schreker). Früh übernahm sie auch solistische Aufgaben, etwa in Hindemiths Wir bauen eine neue Stadt und als Spatz in Krásas Brundibár.
Ihre musikalische Ausbildung vertiefte sie in privaten Studien, Meisterkursen und Workshops unter anderem bei Eva Zwedberg, Eric Whitacre, Klaas Stok (NDR Vokalensemble), Vivian Hanner-Peter und Merlyn Quaife. In Berlin interpretierte sie 2014 den Engel in Heinrich Schütz’ Weihnachtshistorie und 2015 die Soloarie in Gabriel Faurés Requiem.
Prägende Impulse erhielt sie von der Spezialistin der Alten Musik Dame Emma Kirkby. Diese Einflüsse prägen ihre künstlerische Herangehensweise und verleihen ihren Gestaltungen besondere Tiefe. Ihre Interpretationen zeichnen sich durch Natürlichkeit und eine berührende Einfachheit aus, die den geistlichen und erzählerischen Charakter der Musik in den Mittelpunkt stellt.
Zwischen 2010 und 2018 war sie in verschiedenen Chören aktiv und wirkte dabei u.a. an Aufführungen der h‑Moll‑Messe von Johann Sebastian Bach (in Berlin), des Deutschen Requiems von Johannes Brahms (in Utrecht, NL) und der Missa Brevis von Giovanni Pierluigi da Palestrina (in Paris) mit.
